Im Rahmen des Projekts Grapebreed4IPM wird weiter daran gearbeitet, Strategien zu identifizieren, um eine bessere Wahrnehmung von Weinen aus PIWI-Sorten in Europa zu fördern und deren starken Einfluss auf die Nachhaltigkeit von Weinbergen durch eine drastische Reduzierung des Einsatzes chemischer Pflanzenschutzmittel hervorzuheben.
Konkret fand am 20. Januar 2026 in Madrid (Spanien) der Design Thinking Workshop statt, bei dem mehr als 15 Experten aus dem spanischen Weinsektor zusammenkamen, um die Herausforderungen und Chancen zu erörtern, denen die Länder im Hinblick auf die Zukunft der PIWI-Sorten gegenüberstehen, wobei der Schwerpunkt auf Spanien lag.
Diese interaktive Sitzung, an der Weingüter, Baumschulen, Genossenschaften und Forscher teilnahmen, ermöglichte es den Teilnehmern, Erfahrungen auszutauschen, Bedürfnisse, Hindernisse und Herausforderungen zu identifizieren und strategische Ideen zu entwickeln, um die Einführung dieser Sorten auf nationaler Ebene und die Akzeptanz der daraus resultierenden Weine durch die kollaborative Innovationsperspektive des Design-Thinking-Formats zu fördern.
Dieser Workshop wurde von der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG) mit nationaler Unterstützung der Plattform für Weintechnologie (PTV) organisiert.
Weitere Informationen zu GrapeBreed4IPM
GrapeBreed4IPM „Entwicklung nachhaltiger Lösungen für den Weinbau durch Multi-Stakeholder-Innovation mit dem Ziel der genetischen Verbesserung für einen integrierten Pflanzenschutz” begann im April 2024 und läuft über vier Jahre bis März 2028.
Das Projekt wird vom Nationalen Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt (INRAE) in Zusammenarbeit mit 18 internationalen Partnern und 2 assoziierten Partnern geleitet: Julius Kühn-Institut – Deutsches Bundesforschungszentrum für Kulturpflanzen; Istituto di Genomica Applicata; Edmund Mach Foundation; Institut national de la vigne et du vin; Landesamt für Weinbau Freiburg; INRAE Transfert; Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen; Genossenschaftliche Baumschulen Rauscedo; Horta; Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau; Plattform für Weintechnologie; Nationaler Branchenverband für Weine mit Ursprungsbezeichnung und geografischer Angabe; NEIKER; Mercier, Rebschule; Verband Deutscher Rebpflanzenerzeuger e. V.; Arbeitsgemeinschaft zur Förderung pilzresistenter Rebsorten; Moët Hennessy; Primeneutica-Institut von Polopriverdi; Foncalieu-Institut für Forschung im ökologischen Landbau und Weinbau.
GrapeBreed4IPM verfügt über ein Budget von 5.000.000 € für seine Umsetzung, das von der Europäischen Union im Rahmen des Programms „Horizont Europa” (Fördernummer 101132223) finanziert wird, zuzüglich 600.000 € von einem assoziierten Partner, die von der Schweizer Regierung finanziert werden.