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Zweite Jahrestagung des Projekts

Am 6. und 7. Mai fand in den Räumlichkeiten von Moët & Chandon in der französischen Stadt Épernay die zweite Jahrestagung des Projekts „GrapeBreed4IPM“ statt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung nachhaltiger Lösungen für den Weinbau durch akteursübergreifende Innovationen, die auf die Züchtung für den integrierten Pflanzenschutz abzielen. An der Tagung nahmen mehr als 50 Vertreterinnen und Vertreter aus 19 Partnerorganisationen sowie zwei kooperierenden Einrichtungen aus insgesamt sieben europäischen Ländern teil.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Marc Brevot, Direktor des Forschungszentrums Robert-Jean de Vogüé, der die Teilnehmenden begrüßte. Anschließend hielt der Projektkoordinator Komlan Avia (INRAE) eine Einführung in das Treffen.

Während der beiden Tage stellten die Leiterinnen und Leiter der verschiedenen Arbeitspakete die Fortschritte des zweiten Projektjahres vor und präsentierten erste wissenschaftliche sowie technische Ergebnisse. Darüber hinaus fanden mehrere Workshops und parallele Arbeitsgruppen statt, in denen zentrale Themen diskutiert und gemeinsame Entscheidungen zur weiteren Umsetzung des Arbeitsplans getroffen wurden.

Im Mittelpunkt der Workshops standen unter anderem die europaweit im Rahmen von Arbeitspaket 1 durchgeführten Co-Design- und Design-Thinking-Workshops, die Verbesserung von Prognosesystem, ein praxisorientierter Leitfaden für Winzer, Erzeuger und Rebschulen sowie die Verbreitung des Lernspiels „Resist me if you can“. Zudem wurden geplante Schulungsmaßnahmen für die Jahre 2026 bis 2028 sowie Strategien zur Nutzung und Verwertung der Projektergebnisse besprochen.

Ein besonderer Fokus lag auf den Maßnahmen der kommenden zwölf Monate. Dabei wurde die Bedeutung der Kommunikation und Verbreitung der erzielten Ergebnisse hervorgehoben, insbesondere im Hinblick auf pilzwiderstandsfähige Rebsorten (PIWIs) und die daraus erzeugten Weine. Ziel ist es, deren Akzeptanz bei Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie ihre Verankerung im regulatorischen Rahmen weiter zu stärken.

Zum Abschluss der Tagung fand am 7. Mai die jährliche Mitgliederversammlung statt. Dort gab jeweils eine Vertreterin bzw. ein Vertreter der Partnerorganisationen einen Überblick über den administrativen Fortschritt des Projekts.

Das Projekt GrapeBreed4IPM wird von der Europäischen Union gefördert (GrapeBreed4IPM, Fördernummer 101132223). Die geäußerten Ansichten und Meinungen liegen jedoch ausschließlich in der Verantwortung der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht zwangsläufig die Positionen der Europäischen Union oder der European Research Executive Agency (REA) wider. Weder die Europäische Union noch die Förderbehörde können hierfür haftbar gemacht werden. Darüber hinaus wird das Projekt durch das Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SERI, Fördernummer 24.00152) unterstützt.

Das Nationale Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt (INRAE) koordiniert das Projekt gemeinsam mit 19 internationalen Partnern und zwei assoziierten Partnern: dem Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, dem Istituto di Genomica Applicata, der Edmund-Mach-Stiftung, dem Institut Français de la Vigne et du Vin, dem Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg, INRAE Transfert, der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, den Vivai Cooperativi Rauscedo, Horta, dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, der Wine Technology Platform, dem Comité National des Interprofessions des Vins à Appellation d’Origine et Indication Géographique, NEIKER, der Rebschule Mercier, dem Verband Deutscher Rebenpflanzguterzeuger e. V., der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten, Moët Hennessy, dem Polopriverdi Institute of Primeneutics sowie dem Institut de Recherche de l’Agriculture Biologique et des Vignobles Foncalieu.

Projektkoordinator von GrapeBreed4IPM ist Komlan Avia, Wissenschaftler am INRAE-Zentrum in Colmar (Frankreich). Das Projekt startete im April 2024 und läuft über vier Jahre bis März 2028.

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