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AI-GRAPE UND GRAPEBREED4IPM TREFFEN SICH FÜR EINEN NACHHALTIGEN WEINBAU

Zwei europäische Projekte kommen zusammen, um Synergien zwischen KI-gestützter Schädlingsüberwachung und der Züchtung krankheitsresistenter Rebsorten zu erschließen.

Am 15. Juni 2026 haben die Projektteams von AI-GRAPE und GrapeBreed4IPM ein Online-Treffen zum Wissensaustausch abgehalten, um Synergien zu erkunden, Ergebnisse auszutauschen und Möglichkeiten für eine zukünftige Zusammenarbeit im Bereich des nachhaltigen Weinbaus zu identifizieren.

Das Treffen stellt einen wichtigen Schritt zur Nutzung und Verwertung europäischer Forschungsanstrengungen dar. Obwohl die beiden Projekte im Rahmen unterschiedlicher EU-Förderprogramme und in verschiedenen Maßstäben arbeiten, verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Abhängigkeit des Weinsektors von chemischen Pflanzenschutzmitteln zu verringern und einen widerstandsfähigeren sowie zukunftssicheren Weinbau in Europa zu fördern.

AI-GRAPE (Interreg VI-A Italien–Slowenien, ITA-SI0600276) entwickelt ein KI-gestütztes Entscheidungsunterstützungssystem (Decision Support System, DSS) für Winzerinnen und Winzer im grenzüberschreitenden Raum zwischen Italien und Slowenien. Das System integriert Daten aus Wetterstationen, Drohnen, Satelliten und Insektenfallen, um das Auftreten schädlicher Organismen vorherzusagen und zu steuern. Das Projekt vereint 6 Partner – Forschungszentren, Technologieanbieter, Weinbaubetriebe und Wirtschaftsorganisationen – aus beiden Seiten des adriatisch-ionischen Grenzraums.

GrapeBreed4IPM (Fördervertrag Nr. 101132223, finanziert durch die Europäische Union sowie mit zusätzlicher Förderung durch das Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SERI)) verfolgt einen komplementären Ansatz und nutzt modernste Rebzüchtung zur Entwicklung krankheitsresistenter Rebsorten (PIWI), die an lokale pedoklimatische Bedingungen angepasst sind. Darüber hinaus stellt das Projekt Landwirten und Beratern Leitlinien für das integrierte Pflanzenschutzmanagement (IPM) zur Verfügung. Es vereint 19 Partner und 2 assoziierte Partner aus 7 europäischen Ländern, darunter führende Forschungseinrichtungen, Industrieunternehmen wie Moët Hennessy sowie Rebschulen aus Italien, Frankreich und Deutschland.

Gemeinsam decken die beiden Projekte das gesamte Spektrum eines nachhaltigen Weinbergschutzes ab – von der genetischen Widerstandsfähigkeit der Rebe bis hin zur KI-gestützten Entscheidungsunterstützung in Echtzeit auf Feldebene.

Das Treffen basiert auf der gemeinsamen Überzeugung, dass der Austausch von Erfahrungen und Fachwissen genau der Art von programmübergreifender Zusammenarbeit und Kapitalisierung entspricht, die von EU-geförderten Projekten angestrebt wird.

Die Kombination der digitalen und KI-basierten Entscheidungsunterstützungslösungen von AI-GRAPE mit den innovativen Züchtungsstrategien und integrierten Pflanzenschutzansätzen von GrapeBreed4IPM könnte einen erheblichen Mehrwert schaffen und zu einem nachhaltigeren, widerstandsfähigeren und ressourceneffizienteren Weinbau in Europa beitragen.

ÜBER AI-GRAPE

AI-GRAPE entwickelt ein KI-gestütztes Entscheidungsunterstützungssystem (DSS) für einen nachhaltigen Weinbau im grenzüberschreitenden Raum zwischen Italien und Slowenien. Das Projekt wird im Rahmen des Programms Interreg VI-A Italien–Slowenien gefördert (1.113.425 € | 80 % EFRE). Federführender Partner ist der Area Science Park in Triest (Italien).

ÜBER GRAPEBREED4IPM

GrapeBreed4IPM (“Entwicklung nachhaltiger Lösungen für den Weinbau durch Multi-Akteurs-Innovationen mit Schwerpunkt auf genetischer Verbesserung für den integrierten Pflanzenschutz“) startete im April 2024 und hat eine Laufzeit von vier Jahren bis März 2028.

Das Nationale Forschungsinstitut für Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt (INRAE) koordiniert das Projekt gemeinsam mit 19 internationalen Partnern und 2 assoziierten Partnern: Julius Kühn-Institut – Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen; Istituto di Genomica Applicata; Edmund-Mach-Stiftung; Französisches Institut für Rebe und Wein; Staatliches Weinbauinstitut Freiburg; INRAE Transfert; Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen; Rauscedo Cooperative Nurseries; Horta; Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau; Wine Technology Platform; Nationales Interprofessionelles Komitee für Weine mit Ursprungsbezeichnung und geografischer Angabe; NEIKER; Mercier, Rebschule; Verband Deutscher Rebenpflanzer e. V.; Arbeitskreis zur Förderung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten; Moët Hennessy; Institute of Primeneutics of Polopriverdi; Forschungsinstitut für biologischen Landbau sowie Foncalieu Vineyards.

Für die Umsetzung verfügt GrapeBreed4IPM über ein Budget von 5.000.000 €, das von der Europäischen Union im Rahmen des Förderprogramms Horizon Europe (Finanzhilfevereinbarung Nr. 101132223) bereitgestellt wird. Hinzu kommen weitere 600.000 €, die vom Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SERI) finanziert werden.

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